GEOTECHNIK
Heidelberg, Germany
info@geotechnik.vip
StartseiteStraßengeotechnikCBR-Studie für Straßenentwurf

CBR-Studie für Straßenentwurf in Heidelberg: Tragfähigkeit sicher bewerten

In Heidelberg begegnen uns regelmäßig heterogene Untergründe, die man auf den ersten Blick nicht erkennt – vom verwitterten Buntsandstein am Hangfuß des Königstuhls bis zu den fluvialen Ablagerungen in der Rheinebene. Wenn eine neue Erschließungsstraße in Kirchheim oder ein Radweg entlang der Bahnstadt geplant wird, reicht eine einfache Verdichtungskontrolle selten aus, um die langfristige Standfestigkeit des Oberbaus zu gewährleisten. Die CBR-Studie für Straßenentwurf liefert den entscheidenden Kennwert, mit dem Sie den frostsicheren Aufbau dimensionieren und Nachverdichtungen zielgerichtet ansetzen können. Unser Labor in der Metropolregion Rhein-Neckar führt den Versuch nach DIN EN 13286-47 durch, ergänzt durch Plattendruckversuche vor Ort, wenn der Verdichtungsgrad unter Verkehr bestätigt werden muss. So entsteht ein belastbares Bild der Tragfähigkeit, bevor der erste Asphalt eingebaut wird.

Ein CBR-Wert unter 15 % im Planum bedeutet für Heidelberger Baugrund fast immer: zusätzlicher Bodenaustausch oder Bindemittelvergütung, bevor die erste Tragschicht aufliegt.

Methodik und Umfang

Die geologischen Verhältnisse in Heidelberg prägen die CBR-Studie für Straßenentwurf stärker, als viele Planer annehmen. Am Westrand der Stadt, in Richtung Eppelheim und Wieblingen, dominieren Hochflutlehm und sandige Kiese des Neckarschwemmfächers, die bei Wasserzutritt rasch an Steifigkeit verlieren. In den Hanglagen oberhalb des Schlosses trifft man dagegen auf residuale Tone aus der Buntsandsteinverwitterung, die sich mit dem California Bearing Ratio-Test zuverlässig klassieren lassen. Unsere Probenahme erfolgt schichtbezogen aus dem Planum und dem Unterbau – wir unterscheiden zwischen oberflächennah verdichtetem Material und tieferen Lagen, die später als Frostschutzschicht dienen. Die CBR-Werte interpretieren wir gemeinsam mit der Kornverteilung, denn ein gut abgestufter Mineralbeton erreicht in Heidelberg selbst bei reduziertem Wassergehalt häufig CBR-Werte über 40 Prozent. Die Ergebnisse fließen direkt in den rechnerischen Schichtenaufbau nach den RStO ein, sodass Sie belastbare Eingangswerte für die Ausschreibung erhalten.
CBR-Studie für Straßenentwurf in Heidelberg: Tragfähigkeit sicher bewerten

Lokale Besonderheiten

Ein Fall, der uns in Erinnerung geblieben ist, betraf eine Baustraße im Gewerbegebiet Pfaffengrund: Der anstehende Lösslehm wurde ordnungsgemäß verdichtet, doch ein Starkregenereignis während der Bauphase weichte das Planum oberflächlich auf. Die erste Plattendruckprüfung lag bei Ev2 = 45 MN/m², was für die vorgesehene Belastungsklasse Bk3,2 nicht ausreichte. Erst die nachgeschaltete CBR-Studie für Straßenentwurf zeigte, dass der CBR-Wert im aufgeweichten Zustand auf 8 Prozent abgesunken war – ein Wert, der ohne Bodenaustausch keine dauerhafte Tragfähigkeit erwarten lässt. Wir mussten 40 cm des Oberbodens abtragen und durch ein Kalk-Zement-Gemisch ersetzen, bevor der CBR auf 25 Prozent stieg. Die Erfahrung zeigt: In Heidelberg entscheidet oft der ungünstigste Wasserzustand über die Dimensionierung, nicht der Mittelwert der Trockenprobe.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: info@geotechnik.vip

Normativer Rahmen

DIN EN 13286-47 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – CBR-Prüfung, RStO 12 – Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen Erdbau, DIN 18127 – Proctorversuch (Bezugsdichte für CBR-Einbau), Eurocode 7 (DIN EN 1997-2:2010) – Geotechnische Erkundung und Untersuchung

Verwandte Dienstleistungen

01

Labor-CBR mit Proctorbezug

Wir bereiten die gestörten Proben nach DIN 18127 bei optimalem Wassergehalt auf und führen den CBR-Versuch unter standardisierten Bedingungen durch. Sie erhalten die vollständige Kurve mit den Werten bei 2,5 und 5,0 mm Eindringung, dazu eine frostschutztechnische Einstufung nach ZTV E-StB.

02

Feldbegleitende CBR-Korrelation

Auf Wunsch korrelieren wir die Laborwerte mit dynamischen Plattendruckversuchen (Evd) auf dem Planum. Das spart Zeit bei der Abnahme und gibt dem Bauleiter eine sofortige Entscheidungsgrundlage, ob die Verdichtung ausreicht oder eine CBR-Studie für Straßenentwurf nachgeschoben werden muss.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
PrüfnormDIN EN 13286-47 (CBR-Versuch im Labor)
ProbekörpervorbereitungEinbau bei optimalem Wassergehalt (Proctor-DIN 18127)
Prüftemperatur20 ± 2 °C (klimatisiertes Labor)
Eindringgeschwindigkeit1,27 mm/min (genormt)
AuswertungCBR-Wert bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringtiefe
FrostempfindlichkeitKlassifizierung nach ZTV E-StB (F1 bis F3)
BerichtsumfangCBR-Verlaufskurve, Proctorkurve, Schichtenverzeichnis

Gängige Fragen

Ab wann ist ein CBR-Versuch für eine Straße in Heidelberg verpflichtend?

Die RStO sehen den CBR-Wert als Eingangsgröße für die rechnerische Dimensionierung vor, sobald die Verkehrsfläche eine Belastungsklasse ab Bk1,0 überschreitet. Für Erschließungsstraßen in Heidelberger Neubaugebieten – etwa Bahnstadt oder Hospital – ist die CBR-Studie für Straßenentwurf daher Standard. Bei untergeordneten Wegen genügt oft der Verdichtungsnachweis über den Plattendruckversuch, aber sobald frostempfindlicher Untergrund (F2/F3) vorliegt, empfehlen wir den CBR als zusätzliche Absicherung.

Welche Bodenarten in Heidelberg erreichen typischerweise hohe CBR-Werte?

Gut abgestufte Sand-Kies-Gemische aus den Neckarterrassen, wie sie in Bergheim und Teilen Wieblingens anstehen, liefern im verdichteten Zustand CBR-Werte zwischen 40 und 60 Prozent. Schwieriger wird es bei den tonigen Verwitterungsprodukten des Buntsandsteins in den Hanglagen, die selbst bei optimaler Verdichtung selten über 15 Prozent hinauskommen. Die CBR-Studie für Straßenentwurf zeigt hier zuverlässig, ob eine Bindemittelverbesserung wirtschaftlich sinnvoll ist.

Wie lange dauert eine CBR-Studie für Straßenentwurf vom Feldtermin bis zum Bericht?

Nach der Probenahme auf der Baustelle benötigen wir im Labor vier bis fünf Werktage – die Proctorversuche zur Bestimmung der Einbaudichte laufen parallel, und der CBR-Versuch selbst erfordert eine definierte Wasserlagerung des Probekörpers. Den vollständigen Prüfbericht mit Schichtenverzeichnis, Proctorkurve und CBR-Verlauf erhalten Sie in der Regel sieben Werktage nach dem Ortstermin.

Mit welchen Kosten muss ich für einen CBR-Versuch in Heidelberg rechnen?

Für eine CBR-Studie für Straßenentwurf mit einem Proctorversuch und einem CBR-Prüfpunkt liegen die Kosten üblicherweise zwischen €170 und €300, abhängig von der Anzahl der zu untersuchenden Schichten und ob eine Frostempfindlichkeitsklassifikation nach ZTV E-StB gefordert wird. Bei mehreren Prüfpunkten oder einer Kombination mit Plattendruckversuchen erstellen wir ein Pauschalangebot, das die Probenahme einschließt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Heidelberg und Umgebung.

Größere Karte ansehen